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Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.......
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Hermann Hesse

Schritt für Schritt gesunden

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„Schritt für Schritt gesunden“
Ein meditativer Übungsweg
(Großformat, Hardcover)

Seiten: 88
Verlag: PublikationsService, München
Erschienen: 2014
ISBN: 978-3-936904-83-3
Preis: 19,90 Euro inkl. Versand


Cover

Ich schließe Frieden
mit meiner Vergangenheit.

Ich besinne mich auf die Liebe
und öffne mein Herz.

Ich suche nach positiven, inspirierenden
Kontakten mit Menschen.

Ein meditativer Übungsweg
mit Illustrationen von Renate Wolf

Beschreibung

Einleitend werden folgende Thesen (siehe unten) erörtert, wobei immer wieder auf persönliche Erfahrungen zurückgegriffen wird.

Der Hauptteil des Buches ist als eine Übungsanleitung zu verstehen für den Menschen, der gesund werden möchte. 30 Leitsätze, begleitet von kurzen Texten und unterstützt von besonderen Aquarellbildern sollen zu einem meditativen Umgang einladen.

Grundlage dieses Buches bieten folgende Thesen:

These 1

Krankheiten sind kein Zufall, sondern ein Entwicklungsimpuls.
Das scheinbar Fremde, das mit dem Auftreten einer Krankheit in unser Leben kommt, hat etwas mit uns selbst zu tun, und wir sind gefordert, herauszufinden, worum es geht, um es möglicher Weise sogar zu erlösen.

These 2

Der Weg aus dem Kranksein geht nur mit der Krankheit, nicht gegen die Krankheit.
Ich muss die Krankheit liebevoll umarmen, darauf lauschen, was sie mir sagen will, welche Veränderungen sie bei mir einleiten will.

These 3

Die Krankheit fordert uns auf, unser Weltbild zu überprüfen.
Wenn wir schwer erkranken, so sollten wir uns darum bemühen, differenzierte Erkenntnisse darüber zu erlangen, was eigentlich erkrankt ist. Wir werden in irgendeiner Form uns damit auseinandersetzen müssen, das der Mensch aus Geist, Körper und Seele besteht. „Ich“bin krank- die Aussage stimmt eigentlich nicht. Mein Körper ist krank, meine Seele mag erkrankt sein- aber es gibt etwas , das gesund ist, unverletzbar ist: Mein Ich! Dort kann ich anknüpfen!

These 4

Jegliches Hadern ist der Nährboden für Krankheit.
Hadern ist wie Gift, und Loslassen, Verzeihen ist wie Erlösung. Sicher, das sagt sich leicht. Ich weiß selbst nur zu genau, wie man sich an seinem Hadern „festbeißen“ kann. Aber es sind nicht die anderen, die etwas tun müssen- ich selbst kann und muss diesbezüglich in Bewegung kommen. Gerade Menschen, denen man in der Kindheit großes Unrecht zugefügt hat, beharren auf ihrem Groll. Natürlich haben sie ein Recht darauf zu grollen. Wollen sie jedoch einen Weg aus dem Kranksein finden, so müssen sie lernen, loszulassen und zu verzeihen.

These 5

Ich muss mein Leben lieben und achten.
Das bedeutet, dass ich mit mir selbst einen liebevollen Umgang pflege, dass ich mich angemessen abgrenze und mich mit Menschen und Impulsen umgebe, die mich inspirieren und die mir gut tun. Das bedeutet aber auch, dass ich es mir wert bin, dass nur reine, gute Nahrung, die dem Aufbau und Erhalt meines Lebens dienlich ist, von mir aufgenommen wird.

These 6

Ich muss der Krankheit den ihr angemessenen Platz zuteilen.
Stellt man sich eine Torte – meine Lebenstorte- vor, so ist die Krankheit ein Tortenstück davon; das kann mal größer, mal kleiner sein, aber es umfasst niemals die gesamte Torte. Es bedarf einer gewissen Disziplin, sich dieses immer wieder bewusst zu machen, aber wenn wir Chef werden in unserem Lebenshaus, so können wir bestimmen, wie groß das „Tortenstück“ sein darf.

These 7

Krankheiten wollen uns in Bewegung bringen.
Dies gilt auf allen Ebenen, wirklich ganzheitlich. Unser Körper muss in gleicher Weise bedacht werden wie unser Geist, unsere Seele. Im besten Falle bedeutet das: Körperliche Ertüchtigung, seelische Hygiene und geistige Orientierung.

These 8

Ich kann geheilt sein- trotz Krankheit!
Nach meiner Erfahrung würde ich nicht mehr behaupten, dass eine Krankheit wie MS heilbar ist. Aber ich bin geheilt- mein Körper wird sich weiterhin- zumindest punktuell- mit dieser Krankheit auseinandersetzen müssen.

These 9

Jede Krankheit wird besser verlaufen, wenn ich mich in ein größeres Gefüge einbinden kann.
Ich will hier keineswegs missionieren- dafür wäre ich die falsche Person. Aber ich weiß, dass Menschen, die sich in irgendeiner Weise „von guten Mächten wunderbar geborgen“ fühlen, es leichter haben, Frieden zu schließen mit ihrem Schicksal und ihrer Krankheit. Und in diesem Frieden schließen liegt eine ungeheure Kraft.

These 10

Ein intaktes Immunsystem und ein starkes Ich sind die besten Verbündeten!
Ein Arzt hat einmal zu mir gesagt, dass er mich ungeheuer mutig fände in meinem bewussten Entschluss, im akuten Stadium auf Cortison zu verzichten. Dieser Mann hat mich gründlich verkannt. Zu diesem Entschluss gehörte bei mir nur Erkenntnis, nicht unbedingt Mut. Mut wurde von mir an völlig anderer Stelle gefordert: Man braucht eine gehörige Portion an Mut, um sich auf den komplexen, ganzheitlichen Weg des Heilwerdens einzulassen. Der Weg ist nicht einfach, aber er lohnt sich wie kein anderer!

Illustration

Renate Wolf lebt in Heidelberg und arbeitet dort als Gymnasiallehrerin. Sie hat bereits das Titelbild von „In Bewegung kommen“ und das Logo der Homepage erstellt. Zu dem 60. Geburtstag ihrer langjährigen Freundin gelang ihr eine besondere Überraschung: Ihr Geschenk waren die in diesem Buch veröffentlichten 30 Aquarelle. Wenn das nicht Freundschaft ist...

Mit diesen Werken zeichnet sich ab, in welche Richtung der Werdegang von Renate Wolf nach ihrer bevorstehenden Pensionierung führen wird!

Salutogenese – Gesundheitsförderung und Widerstandskraft

Antonovsky´s Modell der Salutogenese als Schlüssel zur Kerngesundheit

Der Medizinsoziologe Aaron Antonovsky (1923-1924) prägte den Begriff SALUTO-GENESE (Salus, lat.: Unverletztheit, Heil, Glück; Genese, griech.: Entstehung) und präzisierte diesen anhand des Konzeptes des „SENSE OF COHERENCE (SOC)“.

Er erforschte die Faktoren, die gesundheitsfördernde Kräfte und Ressourcen für uns sind, im Gegensatz zu eher konventionellen Theorien (Pathogenese), die sich überwiegend für die krankmachenden Faktoren interessieren.

Als Soziologe führte er zahlreiche Untersuchungen an Personengruppen durch, die besonderen psychosozialen Stressoren (Immigration, Armut, Aufenthalt in Konzentrationslagern) ausgesetzt waren. Er untersuchte die Fragen:

  • Warum bleiben Menschen gesund?
  • Wie schaffen sie es, sich von Erkrankungen zu erholen?
  • Was ist das besondere an Menschen, die trotz extremer Belastung nicht krank werden?

Er verknüpfte somit stresstheoretische Ansätze mit ressourcenorientierten Konzepten.

Die wichtigsten, die Gesundheit fördernden Faktoren sind:

  • Ökologie
  • Ernährung
  • Bewegung
  • Entspannung
  • Kohärenz-Gefühl

Das Kohärenzgefühl / Sense of Coherence (SOC)

Das Kernstück des Antonovsky´schen Modells ist das Kohärenzgefühl. Kohärenz bedeutet Zusammenhang, Stimmigkeit. Mit Kohärenzgefühl ist ein Grundgefühl und zugleich auch eine Wahrnehmungsweise der Welt in dem Sinne gemeint, dass wir das, was um uns herum geschieht, ausreichend verstehen und auch beeinflussen können. Wir sind nicht hilflos, sondern im Kontakt mit unseren inneren und äußeren Hilfsquellen, – auch in Form der Unterstützung durch Angehörige, Freunde und Nachbarn – mit denen wir Schwierigkeiten meistern können. Wir erleben unser Handeln nicht nur als zweckmäßig, sondern auch als sinnvoll.

Das Kohärenzgefühl entscheidet darüber, ob wir äußere Belastungen als bedrohlichen Stress, nervend, ermüdend, überflüssig und ärgerlich oder als Herausforderung ansehen können, die wir glauben – ohne uns selbst untreu zu werden – durchstehen und/oder meistern zu können. Wir reagieren flexibler und kreativer auf Anforderungen und nehmen sie als Teil unserer Entwicklung, als zu uns gehörend an, ohne in den negativen Abgrenzungssog der inneren Diskussion um Selbstaufgabe, Fremdausbeutung und Ohnmacht zu geraten. Die Entwicklung eines förderlichen Kohärenzgefühles wird begünstigt durch ein ausgewogenes Verhältnis von Konsistenz und Überraschung sowie eine gute Balance von Herausforderung und Innehalten. Die Fähigkeit zur Religiosität (Rückbezogenheit) in dem Sinne des Vertrauens auf ein uns umgebendes spirituelles und kosmisches Geborgenheitsgefühl bahnt die Entwicklung des Kohärenzgefühles. (Angeschlossensein: „Von guten Mächten wunderbar geborgen“!).

Die Grundhaltung (SOC), die Welt als zusammenhängend und sinnvoll zu erleben, setzt sich nach Antonovsky´s Überlegungen insbesondere aus drei Komponenten zusammen:

  • Gefühl von Verstehbarkeit / (Sense of Comprehensibility)
  • Mit Verstehbarkeit meint Antonovsky ein kognitives Verarbeitungsmuster, mit dem wir Stimuli – auch unbekannte – als geordnete, konsistente und strukturierte Informationen verarbeiten können. Es bedeutet konkret: Meine Welt ist verständlich, stimmig, geordnet. Auch Probleme und Belastungen, die ich erlebe, kann ich in einem größeren Zusammenhang begreifen.
  • Gefühl von Handhabbarkeit, bzw. Bewältigbarkeit / (Sense of Manageability)
  • Antonovsky betrachtet dieses Gefühl als kognitiv-emotionales Verarbeitungsmuster und beschreibt es als „instrumentelles Vertrauen“, aus eigener Kraft oder mit Unterstützung Lebensaufgaben zu meistern. Er definiert es als „...das Ausmaß, in dem man wahrnimmt, dass man geeignete Ressourcen zur Verfügung hat, um den Anforderungen zu begegnen.“
    Es bedeutet konkret: Das Leben stellt mir Aufgaben, die ich lösen kann. Ich verfüge auch über innere und äußere Ressourcen (Hilfsquellen), die ich zur Meisterung meines Lebens, meiner aktuellen Probleme einsetzen kann.
  • Gefühl von Sinnhaftigkeit, bzw. Bedeutsamkeit / (Sense of Meaningfulness)
  • Antonovsky sieht diese motivationale Komponente als die Wichtigste an. Ohne die Erfahrung von Sinnhaftigkeit und ohne positive Erwartungen an das Leben ergibt sich trotz höherer Ausprägung der anderen beiden Komponenten kein hoher Wert des Gesamt-Kohärenz-Gefühles.
    Es bedeutet konkret: Für meine Lebensführung ist Anstrengung sinnvoll. Anforderungen aus der inneren und äußeren Erfahrungswelt im Lauf des Lebens sind Herausforderungen, die Investition und Engagement verdienen. Es gibt Ziele und Projekte, für die es sich zu engagieren lohnt.

Zukunftsforscher wissen, dass Salutogenese den nächsten Zukunftsmarkt prägt. Nach dem zurzeit ausklingenden Megamarkt der Informationsgesellschaft mit seinen Informationsflüssen im technischen System zwischen Menschen und Maschinen, wird es zukünftig um den Gesundheitssektor und hier die psychosoziale Gesundheit gehen. In diesem Sinne wird salutogenetische und psychosoziale Kompetenz die neue Basisinnovation nach der Bankenkrise werden.

Quelle „Salutogenese – Gesundheitsförderung und Widerstandskraft“: Info-Blatt vom Krankenhaus Lahnhöhe, mit freundlicher Genehmigung von Dr. H. Elsner