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Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.......
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Hermann Hesse

Über mich


Renate Frommhold

Renate Frommhold

1952 wurde ich als sechstes Kind in Lüneburg geboren. Mein Vater war passionierter Lehrer- später Rektor- , und eigentlich gab es in meinem Blickfeld nur zwei Berufe: Lehrer und Pfarrer. Bereits mit 22 Jahren trat ich selbst in den Schuldienst ein.... viel zu jung und unfertig aus meiner heutigen Sicht. Damals hatte ich bereits geäußert, dass ich am liebsten Schriftstellerin werden würde, aber niemals davon finanziell abhängig sein wollte. Lange Zeit sollte vergehen, bevor sich dieser Wunsch erfüllte. Zwei anstrengende Jahrzehnte lagen erst einmal vor mir- eine Zeit, in der ich aus meinem Leben glatt zwei hätte machen können: Berufstätigkeit, meine beiden Töchter, 15 Jahre des Alleinerziehens, eine pflegebedürftige Mutter, dazu meine MS-Erkrankung..... Mit 44 Jahren kam der Wendepunkt. Ich wurde frühpensioniert und ging durch eine lange Phase körperlicher und seelischer Not.

Seit dem Jahr 2000 bin ich endlich in meinem eigenen Leben angekommen -sicherlich spät, aber keineswegs zu spät. Mein Leben ist bunt und erfüllt. Ich schreibe gern (an Ideen mangelt es mir nie!), mache viel Musik in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen, genieße es, mit lieben Menschen zusammen zu sein und bin sportlich aktiv- am liebsten in der Natur.

Ich selbst bin immer wieder davon fasziniert, wie es einzelnen Menschen gelingt, ein durchaus schweres Schicksal zu gestalten. Genau an diesem Punkt wird das Menschsein sehr spannend. Nun darf ich es zugeben: Ich gehöre zu diesen Menschen!


Alt werden mit MS

Die meisten Menschen erkranken vor dem 30. Lebensjahr an MS – also in jungen Jahren. Wenn man sich vorstellt, dass man dann vielleicht noch 50 Jahre weiterleben möchte, so muss man sich sehr gut überlegen, was man seinem Organismus zumuten kann.

Ich spreche bewusst nicht von den 10% der MS-Patienten, die es von Anfang an wirklich sehr schlimm getroffen hat, sondern von den übrigen 90%. Sehr viele Medikamente, auf die MS-Patienten dauerhaft eingestellt werden, haben starke Nebenwirkungen und mögen vielleicht im Moment hilfreich erscheinen, verkürzen aber bei näherem Hinschauen die Lebenserwartung.

Ich weiß, dass ich mich mit einer derartigen Aussage nicht beliebt mache, und doch bin ich überzeugt: Es ist die Wahrheit.

Ich selbst erbringe den lebendigen Beweis:

Dass ich nach mehr als 30 Jahren mit MS in einer derart guten Verfassung bin, dass ich mein Leben gestalten und in Dankbarkeit genießen kann, das verdanke ich unter anderem sicherlich einem gnädigen Schicksal, aber in erster Linie der Tatsache, dass ich meinen Körper nicht durch dauerhafte Medikamenteneinnahme geschwächt habe und auf die Selbstheilungskräfte gebaut habe. Ich habe beharrlich danach gesucht, was gesundend und stärkend wirkt – ein lebenslanger Weg, ein stetes Bemühen um innere und äußere Bewegung.